NEWS & STORIES

Zürich: Schwere Ausschreitungen nach illegalem Rave – Szene distanziert sich

Nach einer nicht genehmigten Party am Zürcher Hardplatz ist es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Feiernden und der Polizei gekommen. In der Nacht zum 11. Oktober wurden Einsatzkräfte mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern angegriffen. Ein Polizist erlitt Verletzungen, mehrere Polizeifahrzeuge wurden erheblich beschädigt, teilweise bis zum Totalschaden. Die Polizei hatte die Veranstaltung zunächst tolerie…

Nach einer nicht genehmigten Party am Zürcher Hardplatz ist es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Feiernden und der Polizei gekommen. In der Nacht zum 11. Oktober wurden Einsatzkräfte mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern angegriffen. Ein Polizist erlitt Verletzungen, mehrere Polizeifahrzeuge wurden erheblich beschädigt, teilweise bis zum Totalschaden.

Die Polizei hatte die Veranstaltung zunächst toleriert. Nachdem Beschwerden über Sachbeschädigungen, Lärm und Belästigungen eingegangen waren, sollte die Party mit inzwischen mehr als 100 Anwesenden aufgelöst werden. Die Situation eskalierte, als die Beamten versuchten, die teilweise verbarrikadierte Unterführung zu räumen. Dabei kamen auf Polizeiseite unter anderem Wasserwerfer, Tränengas und Gummischrot zum Einsatz.

Die Vorfälle haben mittlerweile eine politische Debatte ausgelöst. Vertreter von FDP und Mitte werfen linken Parteien vor, gewalttätige Ausschreitungen nicht entschieden genug entgegenzutreten. SP und Grüne weisen die Anschuldigungen zurück, verurteilen die Angriffe und warnen vor parteipolitischer Instrumentalisierung.

Unklar bleibt, wer die Veranstaltung organisierte und welche Gruppen an den Angriffen beteiligt waren. Ein möglicher Zusammenhang mit dem zeitgleich ausgetragenen Fußballspiel zwischen dem FC Zürich und dem FC Thun wird geprüft, ist bislang aber nicht bestätigt.

Zürcher Rave-Kollektive distanzieren sich

Auch innerhalb der freien Partyszene sorgen die Ereignisse für Diskussionen. Gegenüber dem Stadtmagazin Tsüri.ch distanzierten sich mehrere Mitglieder Zürcher Rave-Kollektive ausdrücklich von den Ausschreitungen.

Sie betonten, dass selbstorganisierte Partys vor allem Musik, Gemeinschaft und nicht kommerziellen Freiräumen dienen sollten. Gewalt widerspreche diesem Selbstverständnis. Zugleich befürchten sie, dass die Vorfälle künftig als Argument für strengere Kontrollen und Einschränkungen unbewilligter Veranstaltungen genutzt werden könnten.

Auch der Zürcher DJ Kalabrese verwies darauf, dass die freie Partyszene grundsätzlich friedlich sei und selbst polizeiliche Auflösungen üblicherweise ohne größere Zwischenfälle abliefen.

Quelle: Tsüri

Foto: KI-generiert

Auch interessant:

Mehrstündiger Einsatz: Polizei löst Autobahnbrücken-Rave in Sachsen auf

Der Beitrag Zürich: Schwere Ausschreitungen nach illegalem Rave – Szene distanziert sich ist auf FAZEmag erschienen.

320 FM / EDITORIAL

MORE STORIES

More recent stories from electronic music.

ALL STORIES
Electronic Groove

Time Warp LA reveals day-by-day lineup for 2026

Featuring Ben Klock, Richie Hawtin, Julya Karma, East End Dubs, Heidi Lawden, and more. Photo credit: Time Warp – Website Time Warp LA has revealed its day-by-day lineup for the 2026 edition, scheduled for November 27th and 28th at Ace*Mission in Los Angeles. The two-day event brings together Time Warp, Factory 93, and Insomniac. Friday’s…

READ STORY
Electronic Groove

Josh Wink and Simon Vuarambon join forces on ‘Metro’

Out now via Bedrock Records. Photo credit: Josh Wink and Simon Vuarambon – AI-generated composite; source imagery provided by artist representation Josh Wink and Simon Vuarambon have joined forces on ‘Metro / Grey Area’, a two-track release available via John Digweed’s Bedrock Records. The project brings together a rework of Wink’s ‘Metro’ and an original…

READ STORY
FAZEmag
Original in German

„Freedom is back“: Serbische Clubs und Festivals feiern Machtwechsel in der Politik

Die serbische Club- und Festivallandschaft feiert den Wahlsieg der studentisch unterstützten Bewegung bei der Parlamentswahl am Sonntag, dem 25. Oktober. Clubs und Festivals wie Drugstore und Karmakoma in Belgrad sowie EXIT und No Sleep aus Novi Sad veröffentlichten Botschaften, in denen sie das Ergebnis begrüßten. Der Belgrader Club Drugstore teilte Aufnahmen der Feierlichkeiten auf den [...]

READ STORY